Fragen und Antworten

Wie sieht es mit Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie Arbeitslosen-, Pensions- und Krankenversicherung aus?
Die überlassene Arbeitskraft ist sozial abgesichert, kranken-, unfall-, pensions- und arbeitslosenversichert und hat ein Recht auf Abfertigung und Sonderzahlungen wie Weihnachts- und Urlaubsgeld. Für überlassene Arbeitskräfte gelten, wie in anderen Branchen auch, kollektivvertragliche Regelungen.

Verdienen Zeitarbeiter weniger, als ihre direkt beschäftigten KollegInnen?
Alleine schon durch die gesetzlichen Rahmenbedingungen (Arbeitskräfteüberlassungsgesetz) erhalten überlassene Arbeitskräfte mindestens jenes Entgelt, das der für die Branche gültige Kollektivvertrag vorsieht und welches für vergleichbare Tätigkeiten bezahlt wird. Im Schnitt sind überlassene Arbeitskräfte kollektivvertraglich sogar besser gestellt, als direkt angestellte.

Welche Unterschiede gibt es zwischen Zeitarbeitern und direkt beschäftigten?
Das Gesetz sieht eine vollständige Gleichstellung der überlassenen Arbeitskräfte gegenüber den direkt angestellten vor. Dies bezieht sich auf sämtliche Aspekte des Beschäftigungsverhältnisses. So stehen der überlassenen Arbeitskraft in allen Belangen die selben Rechte zu. In Hinblick auf Urlaub und Arbeitszeit, aber auch, was die Nutzung von Wohlfahrtseinrichtungen und -maßnahmen des jeweiligen Betriebes angeht, wie beispielsweise Kinderbetreungseinrichtungen, Gemeinschaftsverpflegung und Beförderungsmittel.

Werden Zeitarbeiter sofort wieder gekündigt, wenn der Bedarf an der zusätzlichen Arbeitskraft nicht mehr gegeben ist?
Durch den Beschäftigerbetrieb, an den die Arbeitskraft überlassen wurde, kann gar keine Kündigung ausgesprochen werden. Das Einsatzende bei einem bestimmten Beschäftigerbetrieb muss der überlassenen Arbeitskraft bei Einsätzen, die länger als drei Monate dauern, mindestens 14 Tage vorher angekündigt werden. Wird der Arbeitseinsatz einer Arbeitskraft bei einem Unternehmen beendet, tritt nicht automatisch eine Kündigung ein. Wenn ein Beschäftigerbetrieb eine überlassene Arbeitskraft nicht mehr benötigt, muss diese mindestens 14 Tage vorher darüber informiert werden. Nachdem das Dienstverhältnis mit dem Personaldienstleister (und nicht dem Beschäftigerbetrieb) besteht, wird der Personaldienstleister nun alle Hebel in Bewegung setzen, um eine neuerliche Überlassung an einen anderen Beschäftigerbetrieb zu ermöglichen.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Zeitarbeitskräfte?
Gerade Personaldienstleister kümmern sich stark um die fachliche Qualifikation der Arbeitskräfte. Unter anderem garantiert ein kollektivvertraglicher Fonts eine kontinuierliche Fortbildung. Dadurch werden pro Jahr 1,8 Millionen Euro in Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen investiert.